Green Fatigue

Green Fatigue – Wenn Nachhaltigkeit zur Nebensache wird

Und was wir bei Baldus dagegen tun

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. In den Medien, in der Politik, in Unternehmen – kaum ein Tag vergeht, ohne dass das Thema irgendwo auftaucht. Doch genau diese Allgegenwärtigkeit birgt eine Gefahr, die Forschende und Unternehmen zunehmend beschäftigt: Green Fatigue – auf Deutsch: Nachhaltigkeitsmüdigkeit.

Was ist Green Fatigue?

Green Fatigue beschreibt einen Zustand emotionaler und kognitiver Erschöpfung, der entsteht, wenn Menschen dauerhaft mit Nachhaltigkeitsthemen konfrontiert werden – ohne dabei das Gefühl zu haben, wirklich etwas bewirken zu können. Es ist kein Desinteresse, keine Gleichgültigkeit. Im Gegenteil: Viele Menschen, die von Green Fatigue betroffen sind, finden Nachhaltigkeit grundsätzlich wichtig. Doch die schiere Menge an Informationen, Appellen, Verboten und Forderungen führt dazu, dass sie innerlich abschalten.

Das Phänomen ist gut erforscht: Wenn Menschen das Gefühl haben, dass ihre individuellen Handlungen keinen spürbaren Unterschied machen, oder wenn Nachhaltigkeit als abstrakte Pflicht statt als sinnvoller Bestandteil des Alltags erlebt wird, sinkt die Bereitschaft zur aktiven Mitgestaltung. Die Folge: Rückzug, Gleichmut – oder stille Frustration.

Was bedeutet Green Fatigue für Unternehmen?

Für Unternehmen ist Green Fatigue ein ernstzunehmendes Risiko – und zwar auf mehreren Ebenen.

Intern kann Nachhaltigkeitsmüdigkeit dazu führen, dass gut gemeinte Maßnahmen verpuffen. Wenn Mitarbeitende das Gefühl haben, dass Nachhaltigkeit zwar kommuniziert, aber nicht wirklich gelebt wird – oder dass ihre eigenen Ideen und Impulse nicht gehört werden – entsteht eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Diese Lücke kostet Vertrauen und Engagement.

Extern droht Glaubwürdigkeitsverlust: Kunden, Partner und Investoren schauen heute genauer hin. Vage Nachhaltigkeitsversprechen ohne messbare Ergebnisse werden zunehmend kritisch bewertet. Regulatorische Anforderungen wie die CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) machen Transparenz ohnehin zur Pflicht.

Die gute Nachricht: Green Fatigue ist kein Schicksal. Sie ist ein Signal – und ein Auftrag, Nachhaltigkeit anders zu denken: konkreter, partizipativer und tief in die Unternehmensstruktur integriert.

Wie steht Baldus da? – Was unsere Umfrage und unser Workshop gezeigt haben

Um ein ehrliches Bild zu bekommen, haben wir bei Baldus aktiv nachgefragt. In einer internen Umfrage sowie in einem abteilungsübergreifenden Workshop haben wir gemeinsam mit Mitarbeitenden aus verschiedenen Bereichen beleuchtet, wie Nachhaltigkeit bei uns erlebt wird – und wo wir noch besser werden können.

Die Ergebnisse: Positiv – aber mit klarem Handlungsbedarf

Die Umfrageergebnisse sind in vielerlei Hinsicht ermutigend. 86 % der Befragten geben an, dass ihnen Nachhaltigkeit wichtig ist. Klassische Anzeichen von Green Fatigue – wie das Gefühl, ständig von Nachhaltigkeit zu hören und davon ermüdet zu sein – treffen auf die große Mehrheit unserer Belegschaft schlicht nicht zu: Kein einziger Mitarbeitender stimmte dieser Aussage voll zu.

Auch das Vertrauen in Baldus als Unternehmen ist hoch: 94 % der Befragten finden, dass Baldus sinnvolle Nachhaltigkeitsmaßnahmen ergriffen hat – und 94 % begrüßen es, dass Baldus im Bereich Nachhaltigkeit Vorreiter sein will. Ebenso positiv: 100 % der Befragten haben das Gefühl, mit ihrem Handeln bei der Arbeit die Nachhaltigkeitsziele von Baldus unterstützen zu können.

Das sind starke Grundlagen. Und doch zeigt ein genauerer Blick, wo noch Luft nach oben ist.

Im Workshop, an dem Vertreter:innen aus verschiedenen Abteilungen teilnahmen, wurde deutlich: Nachhaltigkeit wird bei Baldus zwar als positiver Wert wahrgenommen – aber häufig noch als Randthema, das neben dem eigentlichen Tagesgeschäft existiert. Mitarbeitende wünschen sich, dass Nachhaltigkeit stärker in bestehende Prozesse, Strukturen und Produkte integriert wird. Konkrete Rückmeldungen aus dem Workshop lauteten etwa: Nachhaltigkeitsthemen sollten öfter in reguläre Meetings einfließen, Erfolge sichtbarer gemacht und Ideen aus der Belegschaft konsequenter aufgegriffen werden.

Auch in der offenen Umfragefrage „Folgendes wünsche ich mir im Hinblick auf Nachhaltigkeit bei Baldus anders“ spiegelt sich dieser Wunsch wider: Mitarbeitende möchten, dass nachhaltige Materialien und umweltfreundliche Produkte stärker berücksichtigt werden – und dass Nachhaltigkeit nicht nur als Trend wahrgenommen wird, sondern als echte Haltung.

Was wir jetzt tun – konkrete nächste Schritte

Diese Erkenntnisse nehmen wir ernst. Denn das Potenzial ist da – es geht jetzt darum, es zu heben. Wir haben uns vorgenommen, Nachhaltigkeit bei Baldus nicht länger als Zusatzthema zu behandeln, sondern als integralen Bestandteil unserer Unternehmenskultur und unserer Prozesse zu verankern.

Sensibilisierung – beginnend beim Management

Ein zentraler nächster Schritt ist die gezielte Sensibilisierung unserer Führungskräfte. Denn Veränderung beginnt an der Spitze. Führungskräfte, die den Wert Nachhaltigkeit aktiv vorleben – in Entscheidungen, in der Kommunikation, im täglichen Handeln – senden ein klares Signal an die gesamte Organisation: Das ist uns ernst. Das gehört zu uns.

Konkret bedeutet das: Führungskräfte müssen gezielt geschult und begleitet werden, um Nachhaltigkeit als Führungsthema zu verstehen und intern voranzutreiben. Sie werden zu Multiplikator:innen – nicht durch Druck, sondern durch Überzeugung und Vorbildwirkung.

Nachhaltigkeit in Prozesse und Produkte integrieren

Parallel dazu arbeiten wir daran, Nachhaltigkeit strukturell zu verankern: in Entwicklungsprozessen, in Einkaufsentscheidungen, in der Produktgestaltung. Der Wunsch unserer Mitarbeitenden ist klar – und er deckt sich mit dem, was der Markt zunehmend fordert.

Kommunikation und Partizipation stärken

Ideen aus der Belegschaft sollen gehört und sichtbar gemacht werden. Wir wollen Formate schaffen, in denen Mitarbeitende regelmäßig über Fortschritte informiert werden – und in denen ihre Impulse wirklich ankommen. Denn Nachhaltigkeit ist keine Einbahnstraße.

Fazit: Kein Platz für Müdigkeit – aber Raum für Wachstum

Bei Baldus sind wir in einer guten Ausgangslage: Unsere Mitarbeitenden glauben an das Thema, sie vertrauen dem Unternehmen – und sie wollen mehr. Diesen Rückenwind nutzen wir. Green Fatigue entsteht dort, wo Nachhaltigkeit als leere Hülle erlebt wird. Wir wollen das Gegenteil: Nachhaltigkeit als gelebte Praxis, als Teil unserer Identität – und als Wettbewerbsvorteil für die Zukunft.

Der Weg dahin beginnt jetzt. Gemeinsam.

Dieser Beitrag ist Teil unserer laufenden Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit bei Baldus. Habt ihr Ideen, Fragen oder Anmerkungen? Wir freuen uns über eure Rückmeldungen.

Dieser Beitrag wurde mithilfe von KI erstellt und redaktionell geprüft.

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